Zwei
"Magier" - Kathi Kappler und Johann Rüttinger - die in der
Spielewelt einen ganz besonderen Namen haben und die Branche
mit vielen guten Ideen "verzauberten", gründeten im März 1994
in einer alten Mühle im fränkischen Uehlfeld den DREI MAGIER
SPIELE-Verlag. Quasi als dritter "Magier" kam Rolf Vogt dazu,
dessen zauberhafte Illustrationen, Titelbilder und grafischen
Konzepte in Folge das Erscheinungsbild des kleinen, aber feinen
Verlags prägten. Eines Verlags, der hierzulande vor allem im
Bereich besonders hochwertiger Kinderspiele als einer der
maßgeblichen Anbieter gilt.
Er hat zuletzt mit dem
Kinderspiel des Jahres 2004 ("Geistertreppe") und dem 2006 mit
dem Deutschen Spielepreis als 'Bestes Kinderspiel'
ausgezeichneten Dunkelspiel "Nacht der Magier" seine Kompetenz
in diesem Genre augenfällig unter Beweis gestellt. Seit 2003
besteht zwischen dem kreativen Verlag und Schmidt
Spiele, das Unternehmen zählt zu den traditionsreichsten
deutschen Spieleverlagen, eine enge Vertriebs-Kooperation, die
in den vergangenen Jahren sukzessive intensiviert wurde. Am 1.
Juli 2008 hat Schmidt Spiele die Rechte an der Premiummarke
"Drei Magier" sowie den bislang darunter veröffentlichten
Spielen übernommen. Schmidt Spiele GmbH stellt
damit die Fortführung einer Qualitätsmarke sicher, die immer
wieder mit neuen Ideen für Impulse und Gespräche am Spielemarkt
sorgte. Das aktuelle "Mäusekarussell", bei dem sich farbige
Holzmäuschen in kleinen Tönnchen verstecken, oder das taktische
Memo "Serendipity", mit dem auch Erwachsene einen Heidenspaß
haben, oder der Hirnverzwirbler "Kakerlakensalat" sind hierfür
gute Beispiele. Das soll so bleiben! Unverwechselbar, zumal der
dritte "Magier", Rolf Vogt, auch weiterhin den Zeichenstift bei
den "Drei Magiern" führen wird.
Am Anfang steht kein Goldklumpen, sondern ein eher bescheidenes
handgeklebtes Spiel. Und ganz anders als im berühmten
Märchen zeigt die Erfolgskurve des Hans im Glück
Verlages stetig nach oben. Seit den ersten Essener Spielertagen
1983 (Das erste Spiel hieß DODGE CITY) haben sich die
Titel des Münchner Verlages fest in der Spieleszene
etabliert und werden mit Anerkennung und Auszeichnungen
überhäuft. Das haben sich Bernd Brunnhofer und
Karl-Heinz Schmiel damals nicht träumen lassen, als sie
sich mit einer Garagenwerkstatt in das Abenteuer Spieleverlag
stürzten.
Mit GREYHOUNDS sorgt der Verlag erstmals bei einem
größeren Publikum für Aufsehen, als das Spiel
auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres 1986 landet. Nachdem
sich Karl-Heinz Schmiel 1987 aus dem Verlag zurückzieht,
um sich wieder stärker seinem Beruf als Pädagoge zu
widmen, wird die Arbeit für Bernd Brunnhofer zum
Full-Time-Job. Die Spiele werden nun nicht mehr
eigenhändig per Siebdruck gefertigt, sondern die
Produktionsqualität knüpft an den hohen Standard
anderer Verlage nahtlos an. Im Jahr 1990 gelingt der erste
größere Erfolg mit dem Goldenen Pöppel (dem
Vorläufer der Deutschen Spielepreises) für das Spiel
MAESTRO und 1991 erhält der Hans im Glück Verlag als
erster Kleinverlag überhaupt mit DRUNTER & DRÜBER
von Klaus Teuber den Titel "Spiel des Jahres". Der
Arbeitsaufwand steigt enorm an, so dass sich der Verlag 1992
mit Volker Weitzel verstärkt, der Redaktions-, Marketing-
und Pressearbeit übernimmt.
Als 2-Mann-Verlag lässt sich ein Spiel des Jahres leider
nicht vermarkten, so dass mit Fun Connection ein
schlagkräftiger Vertrieb an Land gezogen werden kann. Als
dieser in Schwierigkeiten gerät, übernimmt die
Berliner Blatzgruppe den Vertrieb. Bereits 1994 kann man
gemeinsam bereits das nächste Spiel des Jahres mit
MANHATTAN von Andreas "Leo" Seyfarth feiern. Und 2
Jahre später ist es schon wieder so weit: EL GRANDE von
Wolfgang Kramer und Richard Ulrich wird Spiel des Jahres 1996
und gilt heute als eines der besten Spiele für Freunde des
anspruchsvollen Spiels. Noch immer taucht das Spiel in diversen
ewigen Bestenlisten auf. Genauso beliebt ist auch heute noch
das Spiel EUPHRAT&TIGRIS von Reiner Knizia, das 1997 den
Deutschen Spielepreis erringt.
1998 verstärkt sich der Verlag mit Dirk Geilenkeuser, der
Volker Weitzel bei der Büroarbeit entlasten soll. Ende
2000 entschließt sich Volker Weitzel, die Branche zu
wechseln und den Verlag zu verlassen. Schon wieder ist der
Verlag ein reines 2-Mann-Team. Dafür darf man mit dem
Spiel CARCASSONNE von Klaus-Jürgen Wrede 2001 den sicher
größten Erfolg der Verlagsgeschichte feiern.
CARCASSONNE wird Spiel des Jahres, gewinnt den deutschen
Spielepreis und verkauft sich im ersten Jahr über 700.000
mal - nur in Deutschland. Mittlerweile sind mehrere
Erweiterungen und Ableger erschienen und der Erfolg scheint
auch nach 5 Jahren ungebrochen. Mittlerweile wurde über 3
Millionen CARCASSONNE Spiele in Deutschland verkauft, das Spiel
wurde in 15 Sprachen übersetzt und es werden fast
monatlich mehr. Besonders erwähnenswert ist auch, dass
CARCASSONNE ein Erstlingswerk ist. Klaus-Jürgen Wrede ist
mittlerweile vielfacher Spieleautor und es werden sicher noch
viele schöne Spiele von ihm zu erwarten sein.
Seit 2002 gehört auch Georg Wild fest zum Verlag, der
allerdings schon seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der
Testgruppen war. Apropos Testgruppen: Ein weiterer Mann muss
erwähnt werden, ohne den viele Hans im Glück Spiele
nie so geworden wären, wie sie heute sind: Dieter Hornung.
Er ist von Beginn an dabei gewesen und hat in vielen Spielen
seine unzähligen Ideen eingebracht. Eines der
Erfolgsgeheinisse sind sicher auch die wöchentlichen
Testabende in Dieters verräucherten und winzigen Keller,
in dem man von Spieleregalen nur so erdrückt wird.
Eigentlich kein Wunder, dass dabei viele gute Spiele entstanden
sind. Und zuguterletzt schließt sich wieder der Kreis,
denn mit dem Verlags-Mitgründer Karl-Heinz Schmiel ist das
kleine Testteam komplett, dass sich alle paar Tage trifft, um
aus guten Spielideen noch besser Spiele zu machen. Nicht
vergessen sollte man übringens noch die
regelmäßigen Mittester Hannes Wildner und Gregor
Abraham, die auch so manche wichtige Idee zu den Hans im
Glück Spielen beigesteuert haben und dies sicher auch in
Zukunft tun werden.